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Paradontose

Als Paradontose werden gemeinhin Erkrankungen des Zahnfleischs bezeichnet. Ganz korrekt ist dieser Begriff nicht: Die Endung "-ose" steht für in der Medizin für den alterbedingte Rückbildung von Organen, korrekt ist die Bezeichnung Paradontitis.

Paradontose - Ursachen

Paradontitis entsteht durch Zahnbeläge (Plaque). Die Bakterien im Zahnbelag führen im Allgemeinen zunächst zu Gingivitis, der Entzündung des Zahnfleischs. Wird diese nicht behandelt, geht sie auf den Zahnhalteapparat über - die betroffenen Zähne lockern sich. Weitere Ursachen bzw. unterstützende Faktoren können Allergien und schwere Erkrankungen wie Leukämie oder Diabetes sein.

Paradontose - Erscheinungsbild

Bei einer Paradontitis rötet sich das Zahnfleisch und schwillt an. In der Folge kommt es zu Schmerzen, starkem Mundgeruch und Spontanblutungen, bisweilen tritt Eiter aus den Zahntaschen aus. Die Zähne lockern sich, was bis zum Zahnverlust führen kann.

Paradontose - Vorbeugung

Regelmäßige, gründliche Zahnpflege kann Paradontitis vorbeugen: Kurzes effektives Zähneputzen nach jeder Mahlzeit und regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürste. Die Krankheit läßt sich so zwar nicht zuverlässig vermeiden, zumindest läßt sich das Risiko eindämmen.

Paradontose - Behandlung

Bei der behandlung von Paradontitis werden nicht nur die Symptome, sondern auch die möglichen Ursachen der Erkrankung in Angriff genommen. Dabei wird auch der Patient einbezogen, da eine gründliche kontinuierliche Zahnpflege zu Hause unerlässlich ist. In der Zahnarztpraxis werden zunächst Störfelder im Mund beseitigt. Anschließend wird unter örtlicher Betäubung eine Kürettage eingesetzt. Die Zahnfleischtasche wird dabei gründlich gesäubert, die Oberfläche der Zähne geglättet. Bei besonders schwerwiegenden Zahnfleischproblemen ist u.U. ein chirurgischer Eingriff angeraten.

Siehe auch