Die Magnetfeldtherapie ist eine Therapie mit pulsierenden oder gleichbleibenden Magnetfeldern. Hintergrund dieser Methode ist, dass der menschliche Organismus von elektromagnetischen Signalen beeinflusst wird. Magnetfeldtherapie wird in der Schulmedizin, verstärkt auch in der Alternativmedizin eingesetzt.
Magnetfeldtherapie - Geschichte
Die Wirkung magnetischer Kräfte wurde bereits im antiken China und Ägypten als Heilmethode eingesetzt. Im sechsten Jahrhundert vor Christus bediente man sich im indischen Ayurveda der Magneten zur Entfernung von Pfeilspitzen. Als Begründer der neuzeitlichen Magnetfeldtherapie gilt Paracelsus. Er behandelte im 15. Jahrhundert die unterschiedlichsten Leiden mit Magneten und schrieb ihnen die Fähigkeit zur Aufladung von Lebenskraft zu. Die ersten wissenschaftliche Ausführungen über die Wirkung des Magnetismus auf den Körper stammen aus dem Jahr 1600 und wurden vom Leibarzt König Elisabeths I., Sir William Gilbert, verfasst.
Magnetfeldtherapie - Behandlung
Die Magnetfeldtherapie bedient sich zur Behandlung Magnetspulen, Magnetkissen, Magnetfolien, Magnetstäben und anderen magnetischen Gegenständen. Das Magnetfeld als solches spürt der Patient nicht, es kann jedoch zu Kribbeln, Herzklopfen oder einem Wärmegefühl kommen.
Ganzkörperbehandlungen dauern im Allgemeinen zwischen 10 und 30 Minuten und können mehrmals täglich durchgeführt werden. Insgesamt sollte die tägliche Behandlungsdauer nach Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Stunde nicht überschreiten.
Damit die Magnetfeldtherapie erfolgreich ist, sollte sie regelmäßig stattfinden. Frühestens sechs Wochen nach Aufnahme der Therapie sollte diese unterbrochen werden.
Magnetfeldtherapie - Anwendungsgebiete
Die Magnetfeldtherapie wird zur Schmerzbehandlung bei Bandscheibenvorfällen und Hexenschuss, aber auch Kopf- und Zahnschmerzen eingesetzt. Einige Patienten schwören auf die positive Wirkung bei Durchblütungs- und Kreislaufstörungen, Entzündungen und Übermüdung. Bis zum Eintritt einer deutlichen Linderung kann es sechs bis acht Wochen dauern.
Gute Erfolge erzielt die Magnetfeldtherapie auch bei der Heilung komplizierter Brüche und Osteoporose. Das Verfahren ist jedoch sehr langwierig.
Magnetfeldtherapie - Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Schädliche Nebenwirkungen wurden bei der Magnetfeldtherapie bislang nicht festgestellt. Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen elektrischen Implantaten dürfen nicht auf diese Weise behandelt werden, ebenso wenig Patienten mit Epilepsie oder nach Organtransplantationen. Vorsicht ist auch bei Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenerkrankungen und Fieber geboten. Schwangeren ist ebenfalls abzuraten, da die Wirkung der Magnetfelder auf das ungeborene Kind nicht hinreichend erforscht ist.
Magnetfeldtherapie - Therapeuten
Bei der Suche nach einem seriösen Therapeuten sollte man auf deren Zugehörigkeit zu einer Fachgesellschaft achten. Generell erkennt man einen guten, verantwortungsbewussten Therapeuten daran, dass vor der Behandlung ein ausführliches Gespräch stattfindet, laufende Behandlungsmethoden in die Therapie integriert werden, eine ausführliche Information über die Vorgehensweise, realistische Heilungschancen und Kosten stattfindet und es feste Praxisräume gibt.
Im Handel werden zudem eine Vielzahl von Geräten für die Heimtherapie angeboten. Achten Sie auf Empfehlungen und vergleichen die Leistungsbeschreibungen der Hersteller.