Hämorrhoiden behandeln
Als Hämorrhoiden werden knotenartige, angeschwollene Erweiterungen des arteriell-venösen Gefäßnetzes im Analkanal bezeichnet. Sie entstehen durch einen Rückstau in den Blutgefäßen des Analrings, wenn sich die Blutgefäße prall füllen – beispielsweise bei angestrengtem Pressen aufgrund harten Stuhlgangs oder Verstopfung, vorwiegend sitzender Tätigkeit oder in der Schwangerschaft.
Die Heftigkeit und Ausprägung der Symptome variiert je nach Stadium. Erste bemerkbare Anzeichen sind etwa vereinzelte hellrote Tropfen Bluts im Stuhlgang, auch Jucken, Brennen oder Nässen; Schmerzen treten im Anfangsstadium seltener auf. Hämorrhoiden sind zwar unangenehm und lästig, aber harmlos. Durch ärztliche Behandlung können die Beschwerden meist schnell behoben werden.
Vorbeugende Maßnahmen:
Generell sollte der After nach dem Stuhlgang sorgfältig mit weichem Toilettenpapier oder Feuchttüchern gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Stuhldrang möglichst sofort nachgeben, da später verstärktes Pressen mit erhöhtem Druck auf den Analring nötig sein kann. Ebenso verhindert ausreichend Bewegung die Entstehung von Hämorrhoiden.
Tipps zum Hämorrhoiden behandeln:
Hausmittel und pflanzliche Präparate
Falls die Hämorrhoiden keine Beschwerden verursachen, müssen sie nicht unbedingt behandelt werden. Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen lassen sie sich gut mit Hausmitteln lindern: Sitzbäder, Zäpfchen, Kompressen, Salben sowie Tamponaden mit Rosskastanien- oder Hamamelisextrakten wirken schonend und direkt „vor Ort". Chemische Mittel nicht über einen längeren Zeitraum anwenden.
Faserreiche Kost
Um Verstopfung und zu großen Druck beim Stuhlgang zu vermeiden, sollte man auf faserreiche Kost achten: viele Ballaststoffe, Quellmittel wie Kleie oder Leinsamen, viel Flüssigkeit, Gemüse und Obst.
Keine falsche Scham!
Wer sich der Hämorrhoiden nicht schämt und rechtzeitig einen Arzt aufsucht, beugt Komplikationen wie starken Blutungen und Schmerzen vor.


