Diabetes
Diabetes mellitus bedeutet wörtlich übersetzt „süßer Fluss". Süß und somit überzuckert sind die Ausscheidungen des Körpers, weil die Insulinproduktion im Körper aus unterschiedlichen Gründen unzureichend funktioniert oder ganz ausgefallen ist. Insulin, ein Sekret der Bauchspeicheldrüse, ist wie ein Schlüssel zwischen Blut und Muskel und erlaubt bei gesunden Menschen, immer dann genügend Zucker in Energie zu verwandeln, wenn er benötigt wird. Bei Diabetikern funktioniert diese Schlüsselrolle nicht mehr oder nicht richtig. Sie müssen mit Tabletten oder Insulininjektionen nachhelfen, um lebensbedrohende Situationen zu vermeiden.
Symptome:
Wer sich oft schlapp und abgeschlagen fühlt, extremen Durst empfindet und psychisch unausgeglichen ist, sollte beim Arzt einen Zuckertest machen lassen.
Weitere Störungen: nach Aceton schmeckender Atem, vermehrtes Wasserlassen, Gewichtsverlust.
Ursachen:
Man unterscheidet – je nach Ursachen – zwei Typen:
Typ-I Diabetes: Hier liegt ein Versagen der Betazellen vor, die das Insulin produzieren. Das kann schon im frühen Kindesalter (deshalb oft Jugenddiabetes genannt) auftreten. Aber auch Vierzigjährige können noch daran erkranken. Ursache kann eine Infektion sein, bei der sich die körpereigenen Abwehrkräfte gegen die Betazellen richten. Insulingaben durch Injektionen sind notwendig.
Typ-II Diabetes: Wird häufig Altersdiabetes genannt. In diesen Fällen liegt eine Insulinresistenz vor. Diese Unempfindlichkeit gegen das eigene Insulin ist meist ererbt. Weitere Faktoren: starkes Übergewicht, hoher Blutdruck, hohe Blutfettwerte oder mangelnde Bewegung.
Fast 90 Prozent aller Diabetiker sind dem Typus II zuzurechnen. Die Therapie kann eventuell mit Tabletten oder mit Insulin-Injektionen vorgenommen werden.
Wird aus medizinischen Gründen die Bauchspeicheldrüse operiert, ist Diabetes häufig die Folge. Aber auch Erkrankungen, die eine erhöhte Produktion des blutzuckersteigernden Stresshormons Adrenalin verursachen, können zum Diabetes mellitus führen.


