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Abführmittel

Abführmittel sind Medikamente zur Beschleunigung der Darmentleerung. Sie kommen vor Operationen und Darmuntersuchungen zum Einsatz. In der Regel werden Abführmittel nur kurzfristig eingesetzt.
Milde Abführmittel wie z.B. pflanzliche Mittel wie Leinsamen oder Weizenkleie haben wenig Nebenwirkungen und können deshalb längerfristig eingenommen werden.
Um der Gefahr eines Darmverschlusses vorzubeugen, muss man milde Abführmittel mit viel Flüssigkeit einnehmen. Ihre Wirkung tritt frühestens nach 24 Stunden ein.

Starke Abführmittel sollten wegen der Darmreizung nicht länger als sieben Tage eingenommen werden. Dauergebrauch kann zu Schädigungen der Darmwand führen. Außer pflanzlichen Abführhilfen wie Aloe, Faulbaumrinde und Rhabarber, die teilweise auch in Abführtees enthalten sind, kommen chemische Stoffe wie Natriumpicosulfat zum Einsatz. Die Wirkung setzt nach 6 bis 12 Stunden ein.
Zu den sehr starken Abführmitteln zählen Glaubersalz und Bittersalz, die nach ärztlicher Verordnung vor Eingriffen zur Darmentleerung verabreicht werden. Aufgrund der Gefahr von Elektrolytverlusten sollten diese Mittel nicht über längere Zeit zur Anwendung kommen. Nebenwirkungen: evtl. starke Bauchschmerzen und Krämpfe.

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